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Gustaf-Dalman-Institut

Forschung

Angesichts der Bedeutung objektbasierter Forschung und neuer Untersuchungsmethoden, wie z.B. der DNA-Analyse, gewinnen wissenschaftliche Sammlungen eine vollkommen neue Bedeutung. Deshalb empfiehlt der Wissenschaftsrat dringend eine „Infrastruktur für Forschung und Lehre“ zu entwickeln. Die Universität Greifswald möchte künftig das Potenzial ihrer sammlungsrelevanten Forschung noch weiter ausbauen.

I. laufende Forschungsprojekte

Flora GREIF – DFG Projekt

Mit der Schaffung einer virtuellen Flora der Mongolei beschäftigt sich das Gemeinschaftsprojekt „FloraGREIF“. Das Vorhaben „Greifswalder digitale Bibliothek zur Flora in der Mongolei“ ermöglicht die Darstellung von raumbezogenen Informationen zu Artnachweisen für Blütenpflanzen, die auch mit Aufnahmen von lebenden Pflanzen verknüpft werden sollen. Unter der Leitung von Prof. Reinhard Zölitz, Institut für Geographie und Geologie, Prof. Martin Schnittler, Institut für Botanik und Landschaftsökologie und des Universitätsrechenzentrums, entsteht ein Informationspool für biogeographische Daten. "Flora GREIF" wird bis 2013 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit Mitteln in Höhe von 220.000 Euro unterstützt. Geplant ist eine Ausweitung des Startprojekts auf die angrenzenden Regionen Zentralasiens ohne zeitliche Begrenzung. Einen Eindruck über das Vorhaben liefert die Web-Site:
http://greif.uni-greifswald.de/floragreif/


GeoGREIF – DFG Projekt

GeoGreif enthält Karten und Kartenwerke, die am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald bzw. im Landesarchiv Greifswald im Original verfügbar sind. GeoGREIF weist zu jeder erfassten Karte die wichtigsten Metadaten im DublinCore-Format nach, die ein leichtes Auffinden ermöglichen. Die Karten sind thematisch geordnet in verschiedenen Sammelgebieten abgelegt. Die Sammlungen werden kontinuierlich erweitert durch die MitarbeiterInnen des Instituts für Geographie und Geologie der Universität Greifswald. Im Rahmen des durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)-geförderten Projekts "Greifswalder Informationssystem zur Schwedischen Landesaufnahme von Vorpommern Teil Digitales Archiv - Die Verwaltung der Schwedischen Landesaufnahme von Vorpommern 1692 - 1709" wurde im Projektzeitraum vom 15.11.2004 bis zum 14.11.2006 der Grundstein für diese digitale Bibliothek gelegt.
Einen ersten Eindruck über das Vorhaben liefert die Web-Site:
http://greif.uni-greifswald.de/geogreif/


Erfassung der Human-anatomischen Sammlung im Institut für Anatomie und Zellbiologie,
Universitätsmedizin Greifswald im Rahmen einer Promotionsarbeit

Dissertation von Kristin Zielinski (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin): „Die Geschichte der Präparate der Anatomischen Sammlung in Greifswald und die damit verbundenen wissenschaftlichen Netzwerke“ (Arbeitstitel).

Diese Promotion verspricht nicht nur ein zentrales Kapitel der Greifswalder Anatomiegeschichte ans Licht zu bringen, sondern einen wichtigen Impuls im Rahmen der aktuellen Diskussion um den Umgang mit wissenschaftlichen Sammlungen zu geben. In dem Dissertationsvorhaben geht es um den wissenschaftlichen Ansatz der Greifswalder Anatomischen Sammlung, um die Herkunft der Präparate und ihren Stellenwert in einer Sammlung, denn viele Präparate waren nicht nur Teil einer Sammlung, sondern hatten ihren Platz oftmals in verschiedenen Sammlungen, sei es durch Teilung, Verkauf, Leihgaben etc. Im Zentrum steht die Aufarbeitung der Geschichte der Greifswalder Anatomischen Sammlung. Des Weiteren wird im Zuge der Herkunftssuche auch die Frage nach den wissenschaftlichen Netzwerken eine wesentliche Rolle in dieser Arbeit spielen.

Wissenschaftliche Betreuung:
Prof. Dr. Karlhans Endlich und Prof. Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio Förderung: im Jahr 2009 durch ein Promotionsstipendium über 10.000 EUR vom Verein der Freunde und Förderer des Universitätsklinikums Greifswald e.V.
Geplanter Abschluss: 2012


II. abgeschlossene Forschungsprojekte

Restaurierung des Rubenow-Denkmal – DBU Projekt

Modellhafte Sanierung der stark umweltgeschädigten Plastik Prof. Friedrich August Berndt. Das 12,10 Meter hohe Rubenow-Denkmal wurde auf Initiative des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. anlässlich des 400. Universitätsjubiläums 1856 vom Schinkel-Schüler Friedrich August Stüler (1800-1865) errichtet. Spezialisten der Berliner Restaurationswerkstatt Haber & Brandner (www.haber-brandner.de ) haben das Monument vor drei Jahren generalüberholt und die umfangreichen Korrosionsschäden fachgerecht ausgebessert. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)beteiligte sich mit knapp 80.000 € an den Sanierungskosten und wissenschaftlichen Materialstudien. Die fachliche Leitung hatte Prof. Jörg Freitag, der den bundesweit einzigen Lehrstuhl für Metallrestaurierung an der Potsdamer Fachhochschule leitet. Beteiligt waren ferner die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn und das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Bronnbach.

Projektdauer: 2005-2008
Gefördert durch: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Fördersumme: 80.000,00 Euro
Projektkoordination: Kustodie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Projektpartner: Lehrstuhl für Metallrestaurierung der Potsdamer Fachhochschule, Fachhochschule Südwestfahlen in Iserlohn, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Bronnbach

http://www.uni-greifswald.de/informieren/kustodie/kunstschaetze/friedrich-august-berndt.html


Link zur DBU, Projektnummer (23320/)
http://www.dbu.de/projekt_23320/_db_1036.html